Asyl in Mönchengladbach
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Fragen von Flüchtlingen: Bildung

Das Bildungssystem in Deutschland ist sehr komplex gestaltet. Für viele Flüchtlinge und deren Familien ist es oft nicht ersichtlich, welche Schulformen oder Möglichkeiten es gibt. Im Folgenden wird eine Übersicht gegeben:

Kindergarten

In Deutschland steht allen Kindern ab dem vollendeten ersten Lebensjahr nach § 24 SGB VIII ein Anspruch auf Förderung und Betreuung zu. Kindergärten, Tageseinrichtungen und andere Betreuungsformen (Eltern-Kind-Gruppen, LENA-Gruppen, Tagespflegepersonen etc.) leisten ein solches Angebot. Auch geflüchtete Kinder können den Kindergarten besuchen, wenn die Eltern einen Platz in einer Tageseinrichtung oder einer Kita beantragt und erhalten haben.

Dafür muss man sich zunächst über den Kita Navigator im Internet unter https://moenchengladbach.kita-navigator.org anmelden.

Sofern Eltern über keinen Internetzugang verfügen oder bei der Eingabe in den Kita-Navigator auf Hilfestellung angewiesen sind, besteht die Möglichkeit:

  • sich an die Leitung einer Kindertageseinrichtung oder
  • an die Koordinierungsstelle beim Fachbereich Kinder, Jugend und Familie unter den Telefonnummern 02161-25 33 25 bzw. 25 33 21 oder
  • an das Familienbüro zu wenden.

Familienbüro

Aachener Str. 2

41061 Mönchengladbach

(Eingang Sandradstraße)

Tel.: 02161-253534

Ansprechpartner: Herr Ohlig Sprechzeiten: Mo. u. Fr.: 09:00 – 12:00Uhr

Mi.: 14:00 – 16:00 Uhr

Do.: 14:00 – 17:00 Uhr

Zur Sicherstellung der Betreuung von Flüchtlingskindern ist in Mönchengladbach ein sukzessiver Aufbau von Eltern-Kind-Gruppen und Spielgruppen geplant. Bereits jetzt hat die Stadt Mönchengladbach in Kooperation mit anderen Trägern und Institutionen Eltern-Kind bzw. Spielgruppen installiert, weitere sind in Planung.

Spielgruppen und Eltern-Kind-Gruppen sind ein niedrigschwelliges sozialpädagogisches Angebot. Kinder ab einem Jahr können dort betreut werden. Es sind feste Gruppen für Kinder, die somit den regelmäßigen Kontakt zu anderen Kindern ermöglichen und den Kindern in einer überschaubaren, möglichst altersgemischten Gruppe soziale Erfahrungen vermitteln.

Die Vergabe von Plätzen in Kindergärten und andere Einrichtungen ist bedarfsgesteuert. Das bedeutet, dass die Vergabe der Plätze nach bestimmten Kriterien erfolgt und zuerst jene Kinder einen Platz bekommen, deren Eltern z.B. arbeiten. Daher müssen beim Fachbereich Kinder, Jugend und Familie (Jugendamt) oder in der Kita die Gründe angegeben werden, warum das Erhalten eines Platzes wichtig ist. Gegebenenfalls muss man einige Monate warten, bis ein Kindergartenplatz oder ein anderer Betreuungsplatz frei wird, sechs Monate sind dabei nicht ungewöhnlich.

Schulpflichtige Kinder

Für alle zugewanderten Kinder und Jugendliche gilt in Deutschland die Schulpflicht. Asylbewerber werden dann schulpflichtig, wenn Sie einer Kommune zugewiesen worden sind, sich also nicht mehr in einer Erstaufnahmeeinrichtung befinden.

Der Unterricht von neu zugewanderten Kindern mit geringen Sprachkenntnissen in den Schulen Nordrhein-Westfalens ist über einen Erlass geregelt, der unter anderem eine intensive sprachliche Förderung vorsieht.

Zugewanderte Kinder haben es häufig schwer, weil ihr Schulbesuch bereits in der Heimat oft unterbrochen war – wenn sie überhaupt zur Schule gegangen sind. Auch auf der Flucht mussten sie durch häufige Ortswechsel auf Schulbildung verzichten. Bei einigen Kindern und Jugendlichen wirken sich die Umstände der Flucht als posttraumatische Belastungsstörung aus.

Für die Beratung zum Schulbesuch ist in Mönchengladbach die ABIArbeitsstelle für interkulturelle Bildung und Integration – zuständig.

ABI

Berliner Platz 19

41061 Mönchengladbach

Tel.: 02161-29436 0

E-Mail: abi@moenchengladbach.de

Mo.: – Do. 09:00 – 12:00 u. 14:00 – 16:00

Fr.: 09:00 – 12:00

mittwochs geschlossen

Für die Beratung müssen Termine mit dem Sekretariat der Arbeitsstelle vereinbart werden.

Es sollte außer dem Kind mindestens ein Erziehungsberechtigter an der Beratung teilnehmen. Mitzubringen sind Unterlagen, die bei der Suche nach einem geeigneten Schulplatz helfen können:

  • die Anmeldebescheinigung des Einwohnermeldeamtes
  •  Personaldokumente
  • Zeugnisse und andere Unterlagen

Im Beratungsgespräch werden durch die pädagogischen Fachberater Informationen zur Vermittlung eines passenden Schulplatzes gesammelt. Auf der Grundlage der Beratung werden in Frage kommende Schulen kontaktiert und es wird ein Anmeldetermin vereinbart. Abhängig von der Anzahl der zugewanderten Kinder und der Situation in den Schulen muss mit Wartezeiten gerechnet werden. Die Zuweisung zu einer Schule erfolgt dann durch das Schulamt. Zu einer Untersuchung durch das Gesundheitsamt werden die Kinder in der Regel nach der Schulanmeldung eingeladen.

Gesundheitsamt

Am Steinberg 55

41061 Mönchengladbach,

Tel.: 02161-256566

Nach der Schulanmeldung kann ein Schülerticket beantragt werden, wenn die Entfernung vom Wohnort größer als 2 km (Primarstufe) bzw. größer als 3,5 km (Sek I) oder größer als 5 km (Sek II) ist. Für die Beantragung ist eine Schulbescheinigung erforderlich.

Es ist hilfreich, der zu begleitenden Person die Schritte und die Adressen zu vermitteln, damit diese die bürokratischen Hürden besser meistern kann.

 

Nicht mehr schulpflichtige Jugendliche bis 18 Jahre

Für nicht mehr schulpflichtige Jugendliche und junge Erwachsene (16 – 18 Jahre) gibt es Internationale Förderklassen (IFK) an Berufskollegs. Die Aufnahme in die IFK erfolgt aktuell nur noch zu Beginn des Schuljahres. Nach den Herbstferien 2017 werden neu zugewanderte Jugendliche zu festgelegten Aufnahmeterminen in „Fit für mehr“ Klassen aufgenommen. Ein Wechsel in die IFK erfolgt ggf. im darauffolgenden Schuljahr. Hier kann zwar kein Schulabschluss erlangt werden, aussagekräftige Zeugnisse können jedoch den Weg in ein Berufskolleg oder andere Bildungsgänge ermöglichen.

Beratung und Anmeldung erfolgt über

  • ABI (s.o.)

Junge Erwachsene über 18 Jahre

Die berufliche Beratung für zugewanderte junge Erwachsene über 18 Jahren wird vom Integration Point durchgeführt. Danach kommt die Vermittlung in Maßnahmen der Arbeitsagentur und des Jobcenters, die Vermittlung in Arbeit oder eine berufliche Ausbildung in Betracht.

Hier informieren ebenfalls der JMD bzw. die Beratungsstellen.

Die Adressen letzterer finden Sie im Kapitel Beratung (III).

Für Menschen über 18 Jahre gibt es unter bestimmten Umständen auch die Möglichkeit, einen Schulabschluss am Weiterbildungskolleg nachzuholen. Ausführliche Informationen zu diesem Thema erhalten Sie beim Integration Point und direkt im Weiterbildungskolleg:

Integration Point

Jobcenter Mönchengladbach, 4. Etage

Lürriper Straße 52

41065 Mönchengladbach

Mo. – Fr.: 08:00 Uhr bis 12:30 Uhr

Weiterbildungskolleg

Brunnenstraße 230

41069 Mönchengladbach

Tel.: 02161-179621

E-Mail: infowbkmg@kreis-viersen.de

www.wbk-schule-mg.de

Mo. – Do: 13:30 bis 16:00 Uhr

Studium

Wenn die Voraussetzungen für ein Studium erfüllt sind, ist es möglich in Deutschland zu studieren. Voraussetzungen sind in jedem Fall:

 

  • Di. 08:00 – 15:30 Do. 08:00 – 18:00
  • Mi., Fr. 08:00 – 13:00
  • Tel.:02161 404-2250
  • Lürriper Str. 56
  • BIZ Mönchengladbach
  • Ganz allgemeine Studienberatung (Informationen über Berufsfelder, Studienorte) bietet auch das BIZ in der Bundesagentur für Arbeit an.
  • https://www.daad.de/der-daad/fluechtlinge/de/
  • Die Bildungsberatung Garantiefond Hochschule bietet ebenfalls Hilfe für Geflüchtete. In ganz Deutschland gibt es 21 Beratungsstellen. Auf der Website kann man sich über die Fördervoraussetzungen informieren und für einen Termin anmelden.
  • Einige Hochschulen bieten auch spezielle Programme für Geflüchtete an (z.B. ein Schnupperstudium oder Sprachangebote).
  • Außerdem gibt es an allen Fachhochschulen und Universitäten individuelle Studienberatungen. Hier können wichtige Informationen konkret erfragt werden.
  • www.studieren-in-deutschland.org

Studieren in Mönchengladbach

Im Raum Mönchengladbach und Krefeld befindet sich die Hochschule Niederrhein, an der Studiengänge (Bachelor/Master) sowie duale Studiengänge (Studium parallel zu einer Ausbildung) aus unterschiedlichen Bereichen angeboten werden.

Das International Office kümmert sich hier auch um Fragen von Geflüchteten bezüglich der Studienwahl, der Bewertung von Zeugnissen sowie der Planung weiterer Schritte.

Hochschule Niederrhein, Campus Mönchengladbach

Nicole Blankenhagel, Flüchtlingskoordinatorin

Gebäude Y1 Raum Y1 E12

Richard-Wagner-Str. 88a

41065 Mönchengladbach

Tel.: 02161-186-2738

Orientierungstutoren beraten zusätzlich auf Deutsch, Englisch und Arabisch:

Gebäude Y1 Raum Y1 E10

Richard Wagner Str. 88a

41065 Mönchengladbach

Tel.: 02161-186-2739

Informationen für Flüchtlinge:

https://www.hs-niederrhein.de/services/studieninteressierte/studienberatung/angebote-fuer-fluechtlinge/

Die Hochschule Niederrhein bietet hier verschiedene Angebote für Flüchtlinge:

  • Deutsch- und Studienintegrationskurs  

 

  • Voraussetzungen:
  • Dieses Angebot ist bereits angelaufen und dauert von März 2017 – Februar 2018. Es sind aktuell keine Plätze mehr zu vergeben. Es lohnt sich jedoch, die Möglichkeit für das nächste Jahr vorzumerken.
  • Dieser Kurs bereitet auf die Sprachprüfung C1 vor, die für ein Studium notwendig ist. Außerdem werden erste Beratungsschritte und Hilfe bei der Integration ins Studium geleistet.
  • Anerkannter Flüchtlingsstatus
  • Deutsch A2
  • HochschulzugangsberechtigungDie Kosten betragen 96,- Euro für Einschreibung und Semesterticket.Nicole Blankenhagel oder die Orientierungstutoren, s.o.
  • Informationen erteilen:
  • Gasthörerschaft
  • Voraussetzungen:
  • Mit einer Gasthörerschaft kann man einzelne Lehrveranstaltungen besuchen, kann jedoch keine Prüfungen ablegen.
  • Volljährigkeit
  • Aufenthaltsgestattung oder Asylsuchender
  • Bereits Studium im Heimatland begonnen oder abgeschlossenEs muss eine Studienberatung vereinbart werden: Es fallen keine Kosten an, da die 100 Euro Einschreibegebühren für Flüchtlinge erlassen werden.

 

  • Es besteht kein Anspruch auf ein Semesterticket.
  • Info@hsnr.de.
  • On-TOP/ HN
  • Voraussetzungen:
  • Ist ein Studienprogramm für zugewanderte Akademiker/innen, das durch das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung“ (IQ) finanziert wird. Es bietet den Teilnehmenden zwei Modelle, um fachliche, sprachliche und methodische Lücken zu schließen und somit die Chancen auf eine bildungsadäquate Beschäftigung zu steigern. Teilnehmende können entweder ein „verkürztes Studium“ (durch Anerkennung von Prüfungsleistungen aus dem ersten Studium im Heimatland) absolvieren oder als Gast einige Vorlesungen an der Hochschule besuchen.
  • Ein im Ausland erworbener Studienabschluss
  • (sehr) gute Deutschkenntnisse (C1)
  • Passender Studiengang an der Hochschule Niederrhein
  • Hohe Motivation und zeitliche Kapazitäten
  • Absicht in Deutschland erwerbstätig zu sein.Weitere Informationen und Kontakt über www.hsnr.de/ontop.

Anerkennung von Zugangszeugnissen

Für die Anerkennung von Zugangszeugnissen ist die Ausländerzulassung zuständig.

Ausländerzulassung

Reinarzstr. 49

47805 Krefeld

Telefon: 02151-822-2735

Fax: 02151-822-2798

E-Mail: auslandsbuero@hs-niederrhein.de

Ansprechpartnerin: Frau Fatima El Baghdadi

Finanzierung eines Studiums

Zur Finanzierung eines Studiums gibt es in Deutschland die Möglichkeit, BAföG zu beantragen. Dies ist eine staatliche Förderung, die meist in Form eines Darlehens vergeben wird, das nach dem Studium über Raten zurückgezahlt wird.

Weitere Informationen unter:

https://www.bafög.de/591.php/

Manche Hochschulen erlassen oder übernehmen auch bestimmte Gebühren

Was ist eine Bibliothek und wo finde ich sie?

Eine Bibliothek ist eine Institution der Stadt, die Bücher, Hörbücher, Musik-CDs, Filme und andere Medien verleiht. Bücher und Hörbücher gibt es meist in verschiedenen Sprachen. Um schneller Deutsch zu lernen, kann es aber hilfreich sein auch auf Deutsch Bücher zu lesen oder Filme zu schauen.

Man kann die Medien für vier Wochen ausleihen. Danach muss man sie zurückbringen oder verlängern. Verlängern bedeutet, dass man das Medium nochmal vier Wochen ausleihen darf. Bücher und Zeitschriften können kostenlos ausgeliehen werden, für andere Medien muss man paar Euro bezahlen.

Um in einer Bibliothek Medien ausleihen zu dürfen, muss man sich dort anmelden. Dazu braucht man seine Aufenthaltspapieren und seine Meldebescheinigung. Normalerweise gilt ein Bibliotheksausweis für ein Jahr und kostet 7€ bzw. 14€. Asylbewerber bekommen den Ausweis nur für drei Monate ausgestellt, dafür aber kostenlos. Die Homepage der Bibliotheken finden Sie hier: https://stadtbibliothekmg.wordpress.com/onleihe-so-gehts/

In Mönchengladbach gibt es mehrere Bibliotheken, das sind die Zentralbibliothek und Bibliotheken in den Stadtteilen Rheydt, Giesenkirchen und Rheindahlen:

Zentralbibliothek

Blücherstr. 6

41050 Mönchengladbach

Telefonnummer:

Service 02161 – 256345

Öffnungszeiten:

Di. – Fr. 10 – 18 Uhr

Sa. 10 – 14 Uhr

Stadtteilbibliothek Rheydt

Am Neumarkt 8

41236 Mönchengladbach

Telefonnummer:

Service 02161 – 258281

Öffnungszeiten:

Di. – Fr. 10 – 18 Uhr

Sa. 10 – 18 Uhr

So. 14 – 18 Uhr

Schul- und Stadtteilbibliothek Giesenkirchen 

Schulzentrum – Asternweg 1

41238 Mönchengladbach

Telefonnummer:

Service 02166 – 86286

Öffnungszeiten:

Mo. – Fr. 9.30 – 12.30 Uhr

Mo., Mi., Do. 14 – 16 Uhr

Di. 14 – 18 Uhr

Schul- und Stadtteilbibliothek Rheindahlen

Schulzentrum – Geusenstr. 21

41179 Mönchengladbach

Telefonnummer:

Service 02161 – 581394

Öffnungszeiten:

Mo. – Fr. 9.30 – 12.30 Uhr

Mo., Mi., Do. 14 – 16 Uhr

Di. 14 – 18 Uhr

 

 

Asyl in Mönchengladbach ist ein Projekt des SKM Rheydt e.V. in Zusammenarbeit mit Mönchengladbacher Bürgerinnen und Bürgern. Gemeinsam möchten wir Mönchengladbach zu einem besseren Ort für Flüchtlinge machen. © 2015. Alle Rechte vorbehalten.

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