Asyl in Mönchengladbach
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Fragen von Flüchtlingen: Arbeit

Der Arbeitsmarktzugang für Geflüchtete

Der Zugang zum Arbeitsmarkt von Geflüchteten hängt von ihrem Aufenthaltsstatus und der Aufenthaltsdauer in der Bundesrepublik ab.

Arbeitsverbot nach Einreise?

Ein Arbeitsverbot für Geflüchtete besteht:

  • In den ersten drei Monaten
  • In Erstaufnahmeeinrichtungen
  • Für Geduldete, die das Abschiebungshindernis zu vertreten haben oder ihre Mitwirkungspflicht verletzt haben.

Für Asylbewerber und Geduldete aus sicheren Herkunftsländern (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Ghana, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Senegal und Serbien) gilt seit dem 24.10.2015 ein Arbeitsverbot, wenn der Antrag nach dem 31.08.2015 gestellt wurde. Diese Personen müssen während des gesamten Asylverfahrens (und im Falle der Ablehnung des Asylantrages in bestimmten Fällen bis zur Ausreise) in Aufnahmeeinrichtungen wohnen und dürfen somit keiner Beschäftigung nachgehen

(BAMF: FAQ: Zugang zum Arbeitsmarkt für Geflüchtete).

Asylbewerber und Kontingentflüchtlinge haben ab dem 4. Monat uneingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt und können theoretisch eine Arbeit aufnehmen. Sie müssen allerdings bei der Ausländerbehörde eine Genehmigung zur Arbeitsaufnahme beantragen. Diese holt die Zustimmung der Agentur für Arbeit ein und erteilt ggf. die Arbeitserlaubnis.

Wichtig!

Dies geschieht erst nachdem eine passende Arbeitsstelle gefunden wurde. Der potentielle Arbeitgeber muss genaue Angaben zu seinem Betrieb, den zu leistenden Arbeitsstunden und den genauen Arbeitszeiten machen.

Um den Prozess vor Ort zu beschleunigen, wird dazu geraten, das  Formular „Stellenbeschreibung für die Zulassung zum deutschen Arbeitsmarkt“ ausgefüllt mitzubringen. Es ist unter folgendem Link zu finden: https://www.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdatei/mdaw/mdk4/~edisp/l6019022dstbai454236.pdf?_ba.sid=L6019022DSTBAI454239

Ausländerbehörde Mönchengladbach

Goebenstraße 4 (Vituscenter)

41061 Mönchengladbach

Tel.: 02161-250

Früher schaltete die Ausländerbehörde die Bundesagentur für Arbeit zu einer Durchführung der Arbeitsmarktprüfung ein. Es wurde geprüft, ob für den angestrebten Arbeitsplatz deutsche Arbeitnehmer sowie Ausländer, die diesen hinsichtlich der Arbeitsaufnahme gleichgestellt sind, nicht zur Verfügung stehen (Vorrangprüfung) und ob der Ausländer nicht zu ungünstigeren Arbeitsbedingungen als vergleichbare deutsche Arbeitnehmer beschäftigt wird (Vergleichbarkeitsprüfung).

Seit dem 06.08.2016 gibt es in Mönchengladbach keine Vorrang- und Vergleichbarkeitsprüfung mehr. Sie wurde für drei Jahre ausgesetzt, um die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt zu erleichtern.

Asylberechtigte und Kontingentflüchtlinge dürfen sich auch selbstständig machen, d.h. Unternehmen uneingeschränkt gründen und entsprechende Förderprogramme in Anspruch nehmen. Es ist lediglich auch hier die (formale) Zustimmung der Ausländerbehörde erforderlich.

Eine detaillierte Tabelle über den konkreten Arbeitsmarktzugang für Personen mit einer Aufenthaltserlaubnis, die auch über selbständige Arbeit informiert, finden Sie unter: www.migrationsportal.de/flucht-asyl/arbeitsmarktzugang.

Hier finden Sie auch die Bedingungen für Praktika, Hospitationen und betriebliche Qualifizierungsmaßnahmen sowie für das Ehrenamt.

Asylsuchende, Aufenthaltsgestattung und Duldung

Flüchtlinge mit einem Ankunftsnachweis, einer Aufenthaltsgestattung, einer Duldung oder einer Duldungsfiktion dürfen in Deutschland nach drei Monaten arbeiten, obwohl ihre Aufenthaltsdauer noch unbestimmt ist. (Stand 08/2016)

Geduldete dürfen ab dem 1. Tag der Duldung eine Berufsausbildung beginnen. Wenn diese zu einem anerkannten Berufsabschluss führt, ist dies ein rechtlicher Duldungsgrund (§60a, Ab.2 AufenthG). Nach Abschluss der Ausbildung kann die Duldung für weitere sechs Monate zur Arbeitsplatzsuche verlängert werden. Wenn dann die Übernahme in eine qualifizierte Beschäftigung folgt, entsteht ein Anspruch auf Aufenthaltserlaubnis nach § 18a AufenthG für die Dauer von zwei Jahren zur Beschäftigung.

  • 18 a setzt gute Deutschkenntnisse voraus und prüft, ob die Beschäftigung nicht zu ungünstigeren Bedingungen als bei einem Deutschen ausgeübt werden soll.

Eine Aufenthaltserlaubnis erhält man auch, wenn man in Deutschland eine Berufsausbildung oder einen Hochschulabschluss erlangt hat oder über einen ausländischen, hier anerkannten Hochschulabschluss verfügt und seit zwei Jahren in einer dem Abschluss entsprechenden Beschäftigung arbeitet oder als Fachkraft mindestens drei Jahre beschäftigt war und den Lebensunterhalt eigenständig gesichert hat.

Nach vier Jahren Aufenthalt ist für Asylsuchende und Geduldete die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit zur Aufnahme der Beschäftigung nicht mehr erforderlich, aber weiterhin die der Ausländerbehörde.

Gut integrierte Jugendliche erhalten eine Aufenthaltserlaubnis nach § 25a AufenthG wenn sie seit vier Jahren in Deutschland leben und erfolgreich eine Schule besucht oder einen Schul- bzw. Ausbildungsabschluss erlangt haben und den Antrag vor dem 21. Lebensjahr stellen.

(Quelle: Ein Leitfaden zu Arbeitsmarktzugang und –förderung. FLÜCHTLINGE. Kundinnen und Kunden der Arbeitsagenturen und Jobcenter. Herausgeber: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Stand März 2017.)

Selbstständige Arbeit ist für Asylsuchende und Geduldete grundsätzlich nicht möglich.

Hinweis!

Auf den Ausweispapieren finden Sie unter dem Hinweis Nebenbestimmung: Beschäftigung ist

  • allgemein gestattet
  • kann auf Antrag erlaubt werden
  • ist ganz verboten

Sie können langfristig viel bewirken, wenn Sie der zu begleitenden Person die Bedeutung der Sicherung des Lebensunterhalts und des Absolvierens einer Ausbildung bewusst machen können und sie somit in der Integration in den Arbeitsmarkt unterstützen.

Wie funktioniert die Integration in den Arbeitsmarkt?

Um die Integration von Geflüchteten in Arbeit und Ausbildung zu verbessern, wurde in Mönchengladbach im Januar 2016 der Integration Point eingerichtet.

Integration Point

Jobcenter Mönchengladbach, 4. Etage

Lürriper Straße 52

41065 Mönchengladbach

Mo. – Fr.: 08:00 Uhr bis 12:30 Uhr

Flüchtlinge können sich sofort nach Ankunft in der Stadt/Kommune an den Integration Point wenden. Haben sie noch keine Asylberechtigung, werden sie zwar in ihren Leistungsbezügen weiter durch das Sozialamt betreut, können aber bereits das Unterstützungsangebot zur Orientierung und Entwicklung einer Perspektive in Deutschland nutzen („Kann-Leistung“).

Ab dem Zeitpunkt der Anerkennung findet in jedem Fall ein Wechsel zum Integration Point („Muss-Leistung“) statt. Nun werden sowohl Leistungsbezüge, als auch die Entwicklung einer beruflichen Perspektive von hier aus begleitet.

Dabei ist es zunächst wichtig:

– ein gesichertes Wohnumfeld

– eine soziale Absicherung und

– den Erwerb der deutschen Sprache zu unterstützen.

Erst dann ist langfristig an eine Integration in den Arbeitsmarkt zu denken. Die Sprache ist ein großes Hemmnis für die Integration in die Arbeit, denn Anweisungen müssen verstanden, Kenntnisse vermittelt werden. Deshalb steht zunächst der Spracherwerb im Vordergrund. Integrationskurse bringen die Teilnehmer auf ein Niveau von max. B1. Im Anschluss kann bei Eignung eine weitere Deutschförderung durch das Jobcenter angeboten werden, die bis zum Niveau C1 reicht.

Im Integration Point arbeiten Mitarbeiter der Agentur für Arbeit, des Jobcenters und der Stadt Mönchengladbach in enger Abstimmung an der Eingliederung der Geflüchteten. Sie können neben der Gewährung von Leistungen nach dem SGB II für Asylberechtigte und anerkannte Flüchtlinge frühzeitig Sprach- und Integrationskurse über das Projekt „MINZE“ vermitteln, berufliche Qualifizierungen anbieten und bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz behilflich sein. Viele Angebote der Ansprache, Beratung, Qualifizierung, Vermittlung und Unterstützung für Geflüchtete werden hier gebündelt.

Folgende Personenkreise werden vom Integration Point betreut:

  • Anerkannte Flüchtlinge
  • Geduldete mit Arbeitsmarktzugang
  • Personen mit einem humanitären Aufenthaltstitel nach Kapitel 2, Abschnitt 5 Aufenthaltsgesetz
  • Asylbewerber mit hoher Bleibewahrscheinlichkeit frühestens ab dem 4. Monat nach Antragstellung (Asylantrag)

Geflüchtete Menschen brauchen in der Regel mindestens drei Jahre, um den Weg in die Arbeit zu finden.

Hinweis!

Der Besuch eines Integrationskurses (Vollzeit) und eines beruflichen Orientierungsprogramms parallel kann durchaus sinnvoll sein. Dies ist zwar anstrengend für die Geflüchteten, fördert sie jedoch in ihrem Weiterkommen.

Viele Geflüchtete wollen so schnell wie möglich arbeiten. Dennoch ist es wichtig, dass sie über solide Sprachkenntnisse verfügen (B2), um z.B. mit den Anforderungen der Berufsschule zurecht zu kommen. Dafür braucht es Zeit und Raum.

Oft fällt es Ihnen auch schwer, die anfänglich unspezifischen Inhalte der Qualifizierungsangebote längerfristig wahrzunehmen. Dies ist jedoch wichtig, um Schritt für Schritt zu einem besseren Abschluss zu gelangen.

Der Integration Point vermittelt in:

  • Einstiegsqualifizierungen zur eigenen Orientierung, zum Kennenlernen des deutschen Arbeitsmarktes und zur Entwicklung des eigenen beruflichen Weges. Dies kann z.B. in Form eines Praktikums inkl. Besuch einer Berufsschule mit eventueller Übernahme in eine Ausbildung im Praktikumsbetrieb stattfinden.
  • Qualifizierungsangebote. Diese bauen auf bereits vorhandene Kenntnisse und Erfahrungen auf und ergänzen diese durch neue Qualifikationen bis hin zu einem Berufsabschluss oder einer Umschulung.
  • Bewerbungstrainings und Vorbereitungen auf Vorstellungsgespräche.

Wie kann man eine Ausbildung absolvieren?

Während einer Berufsausbildung arbeitet man in einem Unternehmen. Man arbeitet praktisch und besucht gleichzeitig eine Berufsschule, in der man die Theorie zu diesem Beruf lernt. Eine Ausbildung dauert in der Regel zwei bis drei Jahre und findet in Vollzeit statt. An drei Tagen arbeitet man in einem Betrieb, an zwei Tagen besucht man die Berufsschule. Bei besonders guten Leistungen kann die Ausbildungszeit verkürzt werden.

Mit einer abgeschlossenen Ausbildung ist es einfacher, eine Arbeitsstelle zu finden und man verdient mehr Geld als ohne Ausbildung. Während der Ausbildung selbst verdient man Geld, der Lohn ist jedoch gering, auch wenn er von Jahr zu Jahr steigt.

Ein Ausbildungsjahr beginnt immer im August oder September, ebenso wie die Berufsschule. Bewerbungen müssen deshalb rechtzeitig (am besten im Jahr davor) an die Firmen geschickt werden.

Ausbildungsplätze kann man – außer über den Integration Point – über Ausbildungsbörsen (Arbeitsagentur, Jobcenter) oder das Internet und die Zeitung finden. Hilfreich ist es, vorher ein Praktikum zu absolvieren. So kann man den Beruf und den Betrieb kennenlernen und erste (unbezahlte) Erfahrungen sammeln. Ist man gut zurechtgekommen, steigen die Chancen, hier einen Ausbildungsplatz zu erhalten.

Die meisten Ausbildungsberufe in Deutschland sind nicht reglementiert, das bedeutet man könnte auch ohne Schulabschluss die Ausbildung aufnehmen.

Viele Betriebe fordern aber den Nachweis eines Schulanschlusses, da dieser einen Hinweis auf das Lernverhalten und die kognitiven Fähigkeiten des Bewerbers geben kann.

Flüchtlinge haben Fähigkeiten und die Motivation, jedoch fehlt es oft an den Zeugnissen. Hier wäre eine Vorteilsübersetzung bei möglichen Betrieben hilfreich. Auch sind die Flüchtlinge in der Regel etwas älter als normale Auszubildende – aber sie verfügen über mehr Lebenserfahrung und Selbstorganisation als jüngere Mitbewerber und sind oft sehr engagiert.

Ausbildungsbegleitende Hilfen des Jobcenters:

Perspektiven für junge Flüchtlinge im Handwerk – PerjuF-H

PerjuF-H ermöglicht jungen Flüchtlingen eine Orientierung in mindestens drei verschiedenen handwerklichen Berufsfeldern und ergänzt PerjuF um die Möglichkeit verschiedene im Handwerk eingesetzte Materialien praktisch zu erleben und die erworbenen Kenntnisse im Rahmen einer Praxisphase im Betrieb zu vertiefen. Das Programm hat eine individuelle Laufzeit von vier bis sechs Monaten.

IHK – Willkommenslotsen

Die Willkommenslotsen der Industrie- und Handelskammer (IHK) helfen dabei, Ausbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten in Unternehmen zu identifizieren und geeignete Flüchtlinge passgenau zu vermitteln. Die Willkommenslotsen bilden eine Schnittstelle zwischen Unternehmen, Flüchtlingen und Migranten, Jobcenter, Arbeitsagentur sowie Schulen und Berufskollegs.

Bei der Suche nach einem Praktikums- oder Ausbildungsplatz kann man Kontakt aufnehmen und ein Beratungsgespräch vereinbaren:

IHK

Silke Fuchs

Tel.: 02151-635-364

E-Mail: fuchs@krefeld.ihk.de

www.ihk-lehrstellenboerse.de

Weitere Links:

www.jobboerse.de

www.lehrstellenradar.de

www.ausbildung.de

www.azubiyo.de

Wie findet man eine Arbeitsstelle in Deutschland?

Um eine Arbeitsstelle in Deutschland zu finden, braucht es Geduld.

Wie bereits erwähnt stehen zunächst die Wohnsituation und der Spracherwerb im Zentrum des Ankommens. Ist das gelungen und ist auch eine gewisse Integration in das Lebensumfeld gegeben, macht es Sinn, sich dem Thema Arbeit zu widmen.

Prinzipiell ist zu unterscheiden zwischen:

  • Ungelernter Beschäftigung
  • Einem Ausbildungsberuf mit Aufstiegsmöglichkeiten
  • Einem Hochschulabschluss mit anschließender qualifizierter Anstellung
  • Spezialisierten Fachkräften

Herauszufinden, worum es in der eigenen Arbeitssuche geht, ist für den Geflüchteten wichtig, um den richtigen Weg einzuschlagen und eine langfristige Perspektive aufbauen zu können.

Natürlich ist genau das auch das Ziel des Integration Points.

Hinweis!

Sie können ihr Gegenüber darüber aufklären, was es heißt, kurzfristig eine Arbeit anzunehmen, sich damit jedoch eine langfristig bessere Perspektive zu nehmen, wenn sie ihm mehr zutrauen.

Auch eigene Kontakte können sehr hilfreich sein, um Geflüchteten einen Weg zu ermöglichen. Wenn sie einen Geflüchteten in seinen Stärken kennengelernt haben und dies einem potenziellen Arbeitgeber mitteilen, kann diese Unterstützung Brücken bauen, die für die Integration sehr hilfreich sind.

Die Agentur für Arbeit informiert auf ihrer Internet-Seite detailliert über die Bedingungen für die Aufnahme einer Arbeit und hat wertvolle Informationen zur Aufnahme eines Studiums oder einer Ausbildung zusammengestellt. Außerdem finden Sie hier eine Jobbörse, die Arbeitsgelegenheiten anbietet, auf die auch Geflüchtete sich bewerben können.

https://www.arbeitsagentur.de/

Welche Hilfen Gibt es noch?

Das Job-Center bietet auch hier einige Hilfemöglichkeiten an:

Perspektiven für Flüchtlinge – PerF

PerF dient der Feststellung beruflicher Kompetenzen durch Maßnahmeteile im sogenannten „Echtbetrieb“ – in der Regel bei Arbeitgebern – und umfasst Beratung zu Arbeitsbedingungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt sowie Informationen über die Möglichkeit der Anerkennung im Ausland erworbener Abschlüsse. Während der gesamten Maßnahmedauer werden berufsbezogene Sprachkenntnisse vermittelt bzw. vertieft. Es handelt sich um eine 12-wöchige Maßnahme nach § 45 SGB III.

Perspektiven für weibliche Flüchtlinge – PerF-W

Bewerbungstraining, berufsbezogene Sprachförderung, Orientierung für Frauen, Kompetenzfeststellung.

Dieses Angebot vermittelt u.a. Kenntnisse darüber, wie Frauen in Deutschland beruflich eingebunden sind und motiviert und informiert zu bzw. über berufliche Perspektiven für Frauen.

KompAS – Kompetenzfeststellung, frühzeitige Aktivierung und Spracherwerb

Im Rahmen von KompAS werden Integrationskurse mit Maßnahmen zur Kompetenzfeststellung und zur frühzeitigen Aktivierung nach § 45 SGB III kombiniert. Dazu gehören u.a. Bewerbungstrainings, ergänzende berufsbezogene Sprachförderung und Jobcoaching. Die Maßnahmedauer liegt zwischen sechs und acht Monaten.

Das IQ Netzwerk Nordrhein-Westfalen bietet Fortbildungsangebote und Informationen zur Anerkennung und Qualifizierung sowie zur interkulturellen Kompetenzentwicklung. Die Angebote finden in Nordrhein-Westfalen statt (also nicht direkt in MG) und richten sich an spezialisierte Ausbildungsberufe (z.B. Pfleger, Ärzte, etc.).

www.iq-netzwerk-nrw.de

In Zusammenarbeit mit dem Socon- Institut der Hochschule Niederrhein findet hier auch eine Beratung und Begleitung von Betrieben zur Beschäftigung von Geflüchteten statt, so dass Ausbildungsbetriebe gefunden und Stellen zur Vermittlung zur Verfügung gestellt werden können.

http://www.hs-niederrhein.de/forschung/socon

Hinweis!

Je konkreter die Vorstellungen des Geflüchteten in Bezug auf eine Ausbildung/Arbeit sind, desto leichter ist eine Unterstützung möglich! Natürlich ist es dann wichtig, den Wunsch realistisch zu überprüfen. (Das tun u.a. die Arbeitsagenturen). Reichen die Sprachkenntnisse, reichen die Grundvoraussetzungen aus? Dennoch: ein konkreter Wunsch kann eine hohe Motivation sein, Fähigkeiten zu entwickeln und sich zu engagieren.

Wie kann man Bewerbungen schreiben?

Um einen Ausbildungsplatz oder eine Arbeit zu finden, muss man eine Bewerbung schreiben. Diese setzt sich aus einem Lebenslauf (persönliche Daten, Schullaufbahn, Ausbildungen und Berufserfahrungen) und einem persönlichen Anschreiben (warum bin ich an dieser Arbeit interessiert? Was sind meine besonderen Fähigkeiten? Warum sollte gerade ich diesen Arbeitsplatz bekommen?) zusammen.

Eine aussagekräftige Bewerbung ist wichtig, um einen Arbeitsplatz zu finden.

Hilfe beim Erstellen von Bewerbungen

 

SKM Rheydt e.V.

Bewerbungshilfe

Waisenhausstr. 22c

41236 Mönchengladbach

Mo. 16:00 – 18:00

Auch das Arbeitslosenzentrum bietet Ratsuchenden Unterstützung bei der Erstellung und Aktualisierung von Bewerbungsunterlagen.

Zur Recherche von Stellenangeboten im Internet oder für die selbständige Erstellung von Bewerbungsunterlagen steht im Arbeitslosenzentrum zu den Öffnungszeiten der Verwaltung ein PC zur Verfügung.

Arbeitslosenzentrum e.V.

Lüpertzender Straße 69

41061 Mönchengladbach

Rudi Fischer

Tel.: 02161-912648

E-Mail: Rudi.Fischer@arbeitslosenzentrum-mg.de

Di. und Do. 10.00 – 15.00 Uhr

Für die Bewerbungshilfe ist eine Terminvereinbarung erforderlich.

Anerkennung von Zeugnissen und Abschlüssen

Zur allgemeinen Anerkennung von Zeugnissen und Abschlüssen erhalten Sie unter folgendem Links Informationen. Dort finden sie alle relevanten Adressen und Ansprechpartner, um ausländische Ausbildungen, Zeugnisse, Berufstitel und Studienabschlüsse hier in Deutschland anerkennen zu lassen.

https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Internationales/Abschluesse/Anerkennung/

Weitere Informationen finden Sie auch unter:

www.anerkennung-in-deutschland.de

Hier sind alle Wege und Informationen zur Anerkennung ausländischer Berufs- und Bildungsabschlüsse in neun Sprachen zusammengestellt.

Auch die Zentral­stelle für Ausländisches Bildungswesen bietet Informationen:

www.anabin.kmk.org

Informationen zur Beratung über die Anerkennung ausländischer Abschlüsse vor Ort finden Sie beim Förderprogramm Integration durch Qualifizierung (IQ) unter:

www.netzwerk-iq.de/anerkennung/beratung.html

und beim BAMF unter:

https://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Flyer/AnerkennungBerufsabschluss/anerkennung-berufsabschluss.html

Die Kosten für die Übersetzung und Anerkennung von Abschlüssen können vom Jobcenter übernommen werden.

Voraussetzung ist die vorherige Antragstellung beim zuständigen Arbeitsvermittler. Dieser entscheidet individuell über die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit in Absprache mit dem Antragsteller.

 

Asyl in Mönchengladbach ist ein Projekt des SKM Rheydt e.V. in Zusammenarbeit mit Mönchengladbacher Bürgerinnen und Bürgern. Gemeinsam möchten wir Mönchengladbach zu einem besseren Ort für Flüchtlinge machen. © 2015. Alle Rechte vorbehalten.

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